Elisabeth von Thüringen widmete ihr Leben den Schwachen und Kranken. Als sie im Jahre 1231 verstarb, setzte ein reger Pilgerstrom gen Marburg ein und nur vier Jahre später erfolgte die Heiligsprechung. Ihr einflussreicher Schwager Konrad überließ dem Deutsch Orden ein Grundstück, um darauf ein Gotteshaus zu errichten. Streng nach gotischen Prinzipien konstruiert, thronen die Türme der Elisabethkirche über Marburg und laden Radfahrer zum geschichtsträchtigen Pausieren ein. Der größte und wertvollste Schatz des Sakralbaus ist der Sarkophag der Heiligen. Über und über mit Gold verziert und von hübschen Reliefs dominiert, zieht er noch immer Pilger an. Die buntbemalten, mächtigen Fenster, der atemberaubende Altar aus Sandstein und die hübsche Heiligenfigur im Kirchenschiff bezeugen die immense Bedeutung der Elisabethkirche zu Marburg. Seit 1946 ruht Paul von Hindenburg mitsamt seiner Frau Getrud hier. Der ehemalige Reichspräsident wurde ursprünglich in Tannenberg begraben und gelangte auf Umwegen, verursacht durch die Wirren des Zweiten Weltkriegs, nach Marburg.

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