Aus 160 Metern Höhe blickt die Marksburg bei Braubach von einem Schieferkegel herab. Ihrer exponierten Lage und den dicken Wehrmauern ist es zu verdanken, dass sie zu keiner Zeit von feindlichen Truppen eingenommen werden konnte. Alle Kriegswirren der letzten 900 Jahre hat sie unbeschadet überstanden und bietet deshalb die Option, einen unverfälschten Blick ins Mittelalter zu wagen. Ritterrüstungen, alte Waffen und findige Alltagsgegenstände warten im Burgmuseum auf Besucher und in der Burgkapelle prangert ein Fresko des heiligen Markus. Einer Sage nach soll er die Tochter des Burgherrn dereinst davor bewahrt haben, den Teufel zu ehelichen. Elisabeth von Braubach verliebte sich in einen Fremden und wollte mit ihm vor den Traualtar treten. In der Nacht vor der Eheschließung erschien dem Geistlichen der Marksburg Braubach der heilige Markus und warnte ihn. Die Brautleute waren bereits auf dem Weg zum Altar, als der Pfarrer dem Bräutigam ein Kreuz ins Gesicht hielt. Darauf tat sich angeblich die Erde auf und der junge Mann fuhr in die Hölle hinab.

Die Marksburg kann auch auf dem Burgenlehrpfade erkundet werden

 

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