Als erste größere Stadt entlang des Lahn-Radwegs begrüßt Marburg die Reisenden. Bereits aus weiter Ferne ist ihre wichtigste Sehenswürdigkeit zu sehen: Das Landgrafenschloss Marburg. Die Ursprünge dieser prunkvollen Wehranlage reichen weit zurück. Schon im 11. Jahrhundert begannen die Menschen auf dem Bergsporn ein „Festes Haus“ aus Stein zu errichten. Welches Adelsgeschlecht den Auftrag dazu gab, ist bis dato ungeklärt. Vermutlich waren es die Ludowinger. Um 1247 starben die Landgrafen von Thüringen aus und eine neue Herrscherdynastie entstand. Die Landgrafen von Hessen mussten sich erst auf dem Parkett der deutschen Großgrundbesitzer behaupten und beliebten es daher, das Landgrafenschloss Marburg besonders prunkvoll zu gestalten. Wer dieser Tage auf dem Burgberg weilt, wird ebenso eindeutig der Renaissance entsprungene Bauelemente entdecken wie gotische oder barocke Strukturen. Der Große Saal ist in diesem Zusammenhang hervorzuheben. Er ist 482 Quadratmeter groß und meint einen der schönsten und anmutigsten gotischen Räume, die das Hochmittelalter deutschlandweit hervorgebracht hat.

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