Gemeinsam mit der Alten Lahnbrücke und den hübschen Häusern der Altstadt bildet der Dom von Wetzlar eine entzückende Kulisse. Hier endet die zweite Etappe des Lahn-Radwegs und verlockt die Reisenden zu einer Besichtigung des malerischen Gotteshauses. Schon vor der Errichtung des Doms stand auf dem Gelände ein Sakralbau. Jener wurde im 13. Jahrhundert abgetragen und man begann eine der ältesten, von Protestanten und Katholiken gleichermaßen besuchten Kirchen Deutschlands zu errichten. Noch immer simultan benutzt, werden im Dom von Wetzlar regelmäßig ökonomische Gottesdienste abgehalten. Obwohl der Innenraum weitgehend schlicht gehalten ist, treffen Besucher auf eine faszinierende Skulptur. Die Wetzlarer Pietà aus den Jahren 1370 bis 1380 zeigt die Gottesmutter mit dem sterbenden Jesus auf dem Schoß. Wesentlich prunkvoller als der Kirchenraum präsentieren sich die Fassaden des Doms. Das Westportal misst eine Breite von 22 Metern und hebt sich durch den verwendeten roten Sandstein besonders deutlich ab.